Bericht aus der Gemeindestube

Beschlüsse der Gemeinderatssitzung vom 30.04.2026

 

  1. Einer zum Bebauungsplan für den Bereich der Gst. .166, 830/1, 830/3, 830/5, 830/7 und 830/8, alle KG Tristach, eingelangten Stellungnahme wurde keine Folge gegeben, der ggst. Bebauungsplan in der Folge mit einstimmigem Beschluss erlassen.
  2. Der Bürgermeister hat bzgl. Status quo des behördlichen Bewilligungsverfahrens des Projektes „220-kV-Leitung Lienz-Staatsgrenze (IT)“ informiert. Gegen den (positiven) UVP-Bescheid wurden Beschwerden eingebracht. Der Akt liegt dzt. beim Bundesverwaltungsgericht. Dienstbarkeitsübereinkommen zwischen der Gemeinde Tristach und der Austrian Power Grid AG zur rechtlichen Absicherung der Nutzung der erforderlichen Flächen können frühestens nach rechtskräftigem Abschluss des behördlichen Bewilligungsverfahrens abgeschlossen werden.
  3. Eine Anpassung bzw. Änderung der Satzung des Abfallwirtschaftsverbandes Osttirol wurde auf Basis der diesbezügl. Beschlussfassung durch die Verbandsversammlung am 17.04.2026 mit einstimmigem Beschluss angenommen. Die alten Statuten aus dem Jahr 1995 entsprachen nicht mehr dem aktuellen Stand und wurden in Abstimmung mit dem Land Tirol modernisiert.
  4. Der Gemeinderat hat zum Ressourcenzentrum Lienzer Talboden beraten und erwogen wie folgt: Die diesbezügl. vorgelegten Verträge (Grundsatzvereinbarung, Betreiber- und Bestandsvertrag) sollten in einigen Bereichen weiter ausformuliert werden. Aufgrund der langfristigen Bindung wäre ein festgelegtes (verspätetes) Einstiegs- und (früheres) Ausstiegsszenario in das Vertragswerk aufzunehmen. Mit den angesprochenen Änderungen sollte eine partnerschaftliche und kalkulierbare Lösung für alle Gemeinden des Planungsverbandes 36 „Lienzer Talboden“ erreicht werden können. Wenngleich den Vertragsentwürfen in der vorgelegten Form vom Gemeinderat Tristach nicht zugestimmt werden konnte, wird die Errichtung eines regionalen Ressourcenzentrums als grundsätzlich richtiger Ansatz gesehen.
  5. Die Stadt Lienz möchte jegliche Beteiligung an Personal-, Betriebs- oder Sachkosten für Lienzer Kinder, die den Kindergarten Tristach besuchen, explizit ausschließen und hat dazu eine entsprechende Vereinbarung vorgelegt. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, dass nur einer auf Gegenseitigkeit basierenden Regelung, welche vice versa auch den kostenfreien ortsfremden Besuch der Kindergärten der Stadt Lienz durch Kinder mit Hauptwohnsitz in Tristach umfasst, seitens der Gemeinde Tristach zugestimmt werden kann.
  6. Der Bürgermeister hat informiert: Im kommenden Kindergartenjahr 2026/27 werden die insges. neun angemeldeten 2-jährigen Kinder auf die drei bestehenden Kindergartengruppen aufgeteilt. Freie Gruppenräumlichkeiten können als Ruheraum genutzt werden. Fünf mobile, stapelbare Schlafmatten (muldenähnliche Schaumstoffmatratzen) wurden angeschafft. In Zukunft nehmen die Kindergartenkinder dienstags und donnerstags das Essen zusammen mit den Volksschülern der Schulischen Tagesbetreuung ein. Hierfür ist zusätzliches, für Kindergartenkinder geeignetes Mobiliar (Tische/Stühle) anzuschaffen. Der Gemeinderat hat die diesbezüglichen (nicht veranschlagten) Kosten in Höhe von ca. 2.000,- Euro einstimmig genehmigt.
  7. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, Frau Gaschnig Viktoria ab Schulbeginn Herbst 2026 nachmittags als Freizeitpädagogin im Rahmen der Schulischen Tagesbetreuung (STB) zu beschäftigen (interne Stellen-Nachbesetzung). Vormittags ist Fr. Gaschnig zudem als Schulassistentin angestellt.
  8. Zum Projekt „Wastler-Stadl“ hat der Gemeinderat je mehrheitlich beschlossen: a) Das Gewerk „Pflasterung (Pflasterarbeiten)“ wurde an die RGO Lagerhaus GmbH, 9900 Lienz Offert Nr. 2100590 v. 09.03.2026 über 13.305,23 Euro brutto vergeben. b) Das Gewerk „Küche“ wurde an die Fa. Goller Möbel & Elektro GmbH, 9907 Tristach lt. E-Mail-Offert vom 03.03.2026 über 8.000,- Euro brutto vergeben.
  9. Da die technische Detailplanung bezüglich Umstellung der Steuerung Wasserversorgung Tristach von GSM auf Glasfaser noch letzte Klärungen zwischen den Firmen Inno-Cube GmbH, 9909 Leisach und 46NORD Automation GmbH, 9900 Lienz, erfordert, hat der Gemeinderat den einstimmigen Rahmenbeschluss gefasst, die in Rede stehende Umstellung zeitnahe mit einem geschätzten Kostenrahmen von ca. 3.500,- bis 4.000,- Euro durchzuführen, um den unsicheren Parallelbetrieb mit dem alten „DIXI-Modul“ zu beenden. GR Franz Zoier wurde ersucht, die technische Abwicklung in diesem Kostenrahmen weiter zu koordinieren.
  10. Der Gemeinderat hat den einstimmigen Beschluss gefasst, die Tiefbauarbeiten zur LWL-Erschließung des Bereiches Kreithof an die Firma PGH Geobau GmbH, 9971 Matrei i. O. lt. Offert Nr. 25 vom 28.04.2026 über 29.807,69 Euro zu vergeben. Zusätzlich benötigtes Bettungsmaterial schlägt mit ca. 1.751,- Euro zu Buche. Die weiteren Kosten betragen rund 32.520,- Euro, für Sonstiges/Erschwernisse werden zudem 6.000,- Euro angeschätzt. Der Gemeinderat hat die Gesamtkosten im Betrag von rund 70.100,- Euro mit einstimmigem Beschluss genehmigt. Für dieses Projekt können 50 % Landesförderung in Anspruch genommen werden (keine Bundesförderung möglich). Die effektive Kostenbelastung für die Gemeinde beträgt somit rund 35.000,- Euro. Alle Betragsangaben brutto, inkl. gesetzl. MwSt.
  11. Für die Errichtung von zwei Photovoltaikanlagen (Leistungen: 7,74 und 8,2 kWpeak) wurden mit einstimmigem Beschluss richtlinienkonforme Maximal-Förderzuschüsse in Höhe von je 500,- Euro gewährt. Lt. Richtlinie werden pro kWpeak 100,- Euro Zuschuss gewährt, die Maximalförderung je Objekt beträgt 500,‑ Euro.
  12. Mit einstimmigem Beschluss hat der Gemeinderat seine Zustimmung zum Anschluss der Gp. 802/3, KG Tristach, bzw. des darauf geplanten Einfamilienwohnhauses an das Trinkwasserleitungsnetz der Gemeinde Tristach erteilt.
  13. Der Gemeinderat hat die Gewährung eines Baukostenzuschusses im Betrag von 2.253,92 Euro bzw. im Ausmaß von 30 % des im Zusammenhang mit dem diesbezügl. Bauvorhaben (Wohnhaus) vorgeschriebenen Erschließungsbeitrages einstimmig beschlossen.
  14. Der Bürgermeister hat über div. Baumpflanzungen im Gemeindepark Tratte informiert. Die Bäume kommen vom Landesforstgarten Nikolsdorf, das Einsetzen erfolgte durch den Maschinenring Osttirol.
  15. Bgm.-Stv. Lydia Unterluggauer, Obfrau des Ausschusses für Jugend, Senioren, Familien und Soziales, hat informiert, dass die heurige Muttertagsaktion so wie letztes Jahr organisiert wird. Alle Mütter erhalten einen Blumengruß der Gemeinde direkt persönlich nach Hause zugestellt. Ein herzliches Dankeschön wurde allen Helfern ausgesprochen, die sich bei den diesbezügl. Vorbereitungen engagieren.
  16. Der Bürgermeister hat informiert, dass Ende Mai, Anfang Juni d. J. die Info-Tafel zur Kosaken-Geschichte in Tristach (Standort: Rechtes Drauufer, Höhe ehemalige Kosakenbrücke) in kleinem, würdigem Rahmen seiner Bestimmung übergeben werden soll.
  17. GR Armin Zlöbl hat mitgeteilt, dass demnächst ein Treffen mit den örtlichen Vereinen/Institutionen mit dem Ziel stattfinden soll, die Vorgehensweise/Regeln bezüglich Bespielung des Wastler-Stadls zu erarbeiten. Die Eröffnung des Wastler-Stadls ist für Herbst 2026 geplant.
  18. GR Franz Zoier hat informiert, dass die Fa. AGEtech, Lienz unlängst mit der 2. Ausbaustufe der Photovoltaikanlage beim Bau- und Recyclinghof Tristach begonnen hat.

 

Tristach, 13.05.2026

 

Für den Gemeinderat:

Der Bürgermeister:
Ing. Mag. Markus Einhauer